Seit der Jahrtausendwende sind 22 Jahre vergangen. Krisen und Katastrophen waren in dieser Zeit häufig. Die Dotcom-Blase platzte, der Terroranschlag 9/11 erschütterte die Welt; die Finanzkrise 2008/09 mit der Lehmann-Brothers-Pleite führte die Finanzwelt nahe an den Systemzusammenbruch; die Euro-Krise im Gefolge der Griechenlandverschuldung liess Politik und Währungshüter zittern; die Flüchtlings- und Migrationskrise von 2015 gibt auch heute noch viel zu reden; die Corona-Pandemie veränderte das Leben auf der ganzen Welt für zwei Jahre und evtl. länger; und nun der Ukraine-Krieg, den zuvor die wenigsten auf dem Radar hatten.
Also sieben Krisen und Katastrophen in zweiundzwanzig Jahren, durchschnittlich alle drei Jahre ein solches Ereignis. Keines davon wurde erwartet, von allen wurden wir überrascht.
Welches ist die nächste? Möglichkeiten dafür gibt es viele: Energieversorgungskrisen, Staatsbankrotte, massenhafte illegale Migration, Wetterkapriolen von grossflächiger Dürre bis zu grossflächigen Überschwemmungen, neue Kriege, grosse Vulkanausbrüche, Währungszusammenbrüche, Hyperinflation, weltweite Rezession, neue Pandemien, erfolgreiche Cyberangriffe auf länderübergreifende Infrastrukturen, atomare Katastrophen, Terrorismus usw.
Die Welt hat im Gefolge der sieben Krisen und Katastrophen der letzten zwei Jahrzehnte an Stabilität verloren. Man erkennt es an der stark gestiegenen Verschuldung der USA und der EU. Auch die Notenbanken haben ihr Pulver weitgehend verschossen, man sieht es an den aufgeblähten Bilanzen, an der grossen Geldmenge und den niedrigen Zinsen.
Was tun? Sicherheit wird wichtiger, Vorsorge für unerwartete Krisen und Katastrophen gehört dazu - kollektive und individuelle.