Die Schulrechnung meiner Gemeinde Mörschwil gibt ein Beispiel für ein Phänomen in unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Die Kosten pro Schüler und Jahr betragen rund 19'000 Franken. Damit liegt die Gemeinde im Vergleich mit anderen Gemeinden im üblichen Rahmen. (Schüler, die in anderen Gemeinden zur Schule gehen – also Outsourcing-Schüler -, kosten unsere Gemeinde rund 20'000 Franken Schulgeld.)
Welches Phänomen meine ich? Der eigentliche Unterricht beansprucht nur 55 % der Kosten; 45 % werden für Schulliegenschaften, Behörden, Verwaltung, Transport, Sozialarbeit etc. aufgewendet.
Für die Kerntätigkeit – also das «wertschöpfende» der Schule – wird also nur gut die Hälfte des Gesamtaufwandes benötigt.
So ist es in sehr vielen Bereichen: in der Wirtschaft, im Umweltschutz, der Landesverteidigung, der Sozialarbeit, im Gesundheitswesen – überall staunt der Betriebswirtschafter über den hohen Anteil der nicht direkt produktiven Arbeit und der nicht direkt produktiven Kosten, die nicht unmittelbar dem eigentlichen Zweck dienen, ja oftmals nicht einmal indirekt oder mittelbar.
Stoff für Diskussionen.